Montageablaufplanung: Die Disziplin ohne Software
Jede Disziplin in der Produktentstehung stützt sich auf eigene Software - nur die Montageablaufplanung nicht. Zwischen 3D-Produktdesign und Montagelogik behelfen sich Ingenieure noch immer mit Excel und PowerPoint.
DIE LÜCKE
Vom Design bis zur Fertigung stützt sich jede Disziplin in der Produktentstehung auf eigene Software. Produktdesigner gestalten die Produktgeometrie in CAD. Die Arbeitssteuerung führt im ERP-System operative Abläufe und kaufmännische Logik zusammen und leitet daraus Fertigungsaufträge für den Shopfloor ab. Doch zwischen 3D-Produktdesign und der operativen Logik der Montage fehlt das passende Tool - Ingenieure behelfen sich noch immer mit Excel und PowerPoint.
Die fehlende Disziplin ist die Montageablaufplanung - der Schritt von der Produktgeometrie zur operativen Logik der Produktion. Planer leiten Montagesequenzen aus 3D-Designs ab, berücksichtigen räumliche Abhängigkeiten und Bauteilbeziehungen. Dabei optimieren sie die Fertigungseffizienz - und erfüllen gleichzeitig die Produktanforderungen. Das Ergebnis: die Arbeitsschritte und Meilensteine, die Einzelteile zum fertigen Produkt zusammenführen.
Ingenieure planen Montageabläufe in Excel und PowerPoint - nicht freiwillig, sondern weil passende Software bisher nicht existierte.
DIE KOSTEN
Ohne eigene Software trägt der Planer die gesamte Übersetzungsleistung allein. Er arbeitet parallel in einem 3D-Viewer - oder am physischen Prototyp - für die räumlichen Zusammenhänge, und in einer Tabelle für die Prozesslogik. Die Verbindung zwischen beidem existiert nur in seinem Kopf. Jeden Bauteilnamen, jede Reihenfolgeentscheidung trägt er systemübergreifend im Gedächtnis.
Montageabläufe beziehen viele Stakeholde ein. Produktdesign, Prozessplanung, Serienanlauf, Shopfloor und Montagewerker - alle müssen die Abläufe einsehen: für Design for Assembly (DFA) Reviews, PFMEA-Analysen, Produktionsvalidierung und Arbeitsanweisungen. Um abstrakte Abläufe nachvollziehbar zu machen, greifen Planer zu Screenshots und dokumentieren in PowerPoint.
Doch jeder Screenshot, jede Tabelle, jedes abgeleitete Dokument dupliziert Daten - und die Verbindung zu den Ausgangsdaten geht verloren. Ändert sich das Produkt, muss der Planer jedes nachgelagerte Dokument manuell nachziehen. Bei einem Kunden haben wir gemessen: 22 manuelle Schritte, bis eine einzige Konstruktionsänderung als Arbeitsanweisung auf dem Shopfloor ankam.
Andere Disziplinen sind weiter. Für die Zerspanung gibt es spezialisierte Prozessplanungssoftware. CAPP-Tools erkennen CAD-Features und generieren Fertigungsoperationen für z.B. Fräsen oder Bohren. Für die Montage gibt es bisher kein Äquivalent. Montageabläufe sind zu unterschiedlich - kein Ablauf gleicht dem anderen, und Produkte entstehen nicht auf denselben Anlagen. Bis heute hat die Montageablaufplanung keine eigene Software.
AN DER BELASTUNGSGRENZE
Die Montageablaufplanung bremst die Produktentstehung. Steigende Komplexität und kürzere Entwicklungszyklen setzen eine Disziplin unter Druck, die noch immer ohne passende Software auskommt.
Die Produktkomplexität nimmt zu. Kundenindividualisierung treibt die Zahl der Produktvarianten. Anspruchsvolle Anwendungen erfordern mehr Bauteile und höhere Integrationstiefe. Neue Technologien schaffen neue Herausforderungen in der Montage. All das treibt den Planungsaufwand.
Gleichzeitig steigt der Zeitdruck. Marktunsicherheit führt dazu, dass Kunden während der Entwicklung das Interesse verlieren - und die Investition sich nicht mehr rechnet. Die Planungszyklen haben mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten.
Und zusätzliche Planer lösen das Problem nicht. Mehr Köpfe bedeuten mehr Abstimmungsaufwand. Der manuelle Ansatz skaliert nicht.
Werkflow Montageablaufplanung
Ein 3D-Viewer neben einer Tabelle reicht nicht - Montageablaufplanung braucht eine durchgängige Umgebung, in der Planungsdaten und Produktdaten gemeinsam vorliegen.
In dieser Umgebung arbeiten Planer direkt in 3D. Sie definieren Abläufe visuell - wählen Bauteile direkt aus, statt Bezeichnungen nachzuschlagen und in Zellen zu übertragen. Sequenzen entstehen direkt auf der Geometrie, nicht in losgelösten Tabellenzeilen. Räumliche Abhängigkeiten werden sichtbar - der Planer muss sie nicht mehr im Kopf behalten.
Daten bleiben durchgängig verknüpft. Prozesse sind direkt mit der Bauteilgeometrie verbunden - ohne Medienbruch. Zeitvorgaben, Ressourcen und Randbedingungen gehören zum Prozess selbst, nicht verteilt über einzelne Dateien. Darstellungen entstehen automatisch aus dem Datenmodell - keine Screenshots, keine manuelle Dokumentation. Eine einzige Datenbasis liefert alle nachgelagerten Dokumente: Arbeitsanweisungen, Prüfberichte, Anleitungen für die Montage.
Konstruktionsänderungen greifen sofort durch. Ändert sich ein Bauteil, zeigt das System die betroffenen Montagesequenzen. Ändert sich ein Prozess, aktualisieren sich die Arbeitsanweisungen mit. Eine Sequenz per Drag-and-Drop umstellen - das System aktualisiert die 3D-Ansicht sofort. Aus 22 manuellen Schritten werden zwei.
Bleiben Sie informiert
Der Montageablaufplanung fehlt passende Software. Wir entwickeln sie - bei Werkflow.
In der Praxis sinkt der Aufwand für Konstruktionsänderungen von 22 manuellen Schritten auf 2 - eine Reduktion um 92%.
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